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Der Niederrhein ist ein Radfahrerland, wie es im Buche steht: Fast ganz ohne Steigungen und größtenteils auf asphaltierten Wirtschaftswegen weit ab von Verkehrswegen geht es durch die Börde und das Niederrheinische Flachland zwischen Ruhrgebiet und holländischer Grenze. Es scheint fast unmöglich, den Niederrhein auf einen einzigen Nenner zu bringen. Sollte man diesen westlichsten Teil Deutschlands wegen seiner Naturdenkmäler und -parks hervorheben oder der zahlreichen kulturhistorischen Spuren wegen, welche verschiedene Völker und Religionen hier hinterließen? Im gesamten Gebiet stößt man immer wieder auf Naturidylle, sei es an Flussläufen, in kleineren Wald- und Wiesenstücken oder in den zahlreichen ausgewiesenen Naturschutzgebieten sowie in den Naturparks Maas-Schwalm-Nette und Hohe Mark. Auch in kleineren geschützten Gebieten erlebt man eine unbeschreibliche Vielfalt bedrohter Pflanzen und Tiere, Moore und natürliche Wälder sowie ursprüngliche Auenlandschaften, wie die Bislicher Insel.Im Laufe der Jahrhunderte hat der Niederrhein unter dem wechselnden Einfluss von Römern, Franken, Spaniern, Holländern, Preußen und Franzosen gestanden. Von überall kamen die Menschen an den Niederrhein, haben diese Region bevölkert, bekriegt und bewirtschaftet, haben ihre Spuren hinterlassen, die man in vielen Orten entlang der Strecke entdecken kann. Alle prägten Land und Leute auf eben ihre Weise. So gehen die ältesten Siedlungen am Niederrhein auf römische Siedlungen zurück, die auf der linksrheinischen Seite für eine frühe
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